≡ aus meinem Leben

Gedanken des Lebens I

rotwild | photocase.de

Samstag, 09.12.2006, 22:50 Uhr. Wenn ich mir die Zeit nehme und zurück blicke auf mein Leben, fällt mir auf wie viele Menschen und wie viele Situationen mich geprägt, ja mich zu dem Menschen gemacht haben, der ich heute bin. Ich frage mich manchmal wie ich es geschafft habe das alles zu überstehen, ob ich für manche Dinge wirklich bereit war und wie ich heute auf derartige Situationen reagieren würde. Hört es jemals auf? Wohl eher nicht. Ich sehe mich in einem Kreislauf immer wiederkehrender Herausforderungen aus dem ich nicht entkommen und über den ich nicht erhaben sein kann.

Mit einem Blick in die Vergangenheit wird mir auch klar, dass ich letztendlich aber doch alles gemeistert habe. Selbst wenn ich vielleicht nicht "bereit" gewesen sein sollte. Trotz aller Hindernisse bin ich jetzt, bin ich hier an diesem Punkt angelangt. Warum ist die Gegenwart dann oft so schwer? Wenn ich an Schwierigkeiten zurück denke und wie sie sich gelöst haben, wird alles selbstverständlich. Ja, manchmal sehe ich sogar ganz deutlich und klar das Wirken Gottes in solchen Situationen. Warum habe ich dann solche Angst in der Gegenwart, ja manchmal sogar vor der Gegenwart selbst? Warum würde ich viel lieber in der Zukunft leben, alles schon erlebt haben und darüber sprechen können? Warum ist es so unglaublich schwer für mich, die Gegenwart zu genießen und diese Ungewissheit die der Blick auf die Zukunft bringt mit einer gewissen Vorfreude zu erleben? Was ist mein Leben denn schon mehr als ein Hauch? Wird man noch von mir sprechen, wenn ich nicht mehr bin? Was kann ich bewirken? Wie kann ich meine Zukunft so verändern, dass ich wirklich glücklich auf mein Leben zurückblicken kann? Wie viel will ich wirklich dafür tun, dass meine zukünftige Vergangenheit ein angenehmes Thema ist? Wer bin ich denn schon, dass ich wirklich etwas bewirken kann?

kumbpel | photocase.de

Doch ich möchte noch mal auf mein eigentliches Problem zurückkommen. Der Augenblick. Was macht einen Augenblick für uns zu etwas besonderem? Wie lange schon ist es her, wie viele Jahre, wie jung (und ich bin jetzt wirklich noch nicht alt) bin ich gewesen, als ich das letzte Mal etwas wirklich in dem Augenblick genossen habe in dem ich es erlebt habe und nicht erst in dem Moment in dem ich darüber nachdenke oder spreche? Es ist unglaublich, wie viel ich erlebt habe. Manchmal vergesse ich es und muss mich daran erinnern, dass meine Geschichte eine ganz besondere ist. Eine Geschichte mit Gott und vielen Erfahrungen. Doch war ich mir dieser Erfahrungen immer gleich bewusst? Ist es überhaupt möglich sich jederzeit seiner momentanen Situation bewusst zu sein? Wenn ja, sollte ich es versuchen? Lohnt sich das? Ich denke schon, dass es so ist.

Es ist vermutlich sehr schwer, permanent mit wachen Augen und kindlicher Aufmerksamkeit durchs Leben zu gehen. Doch ich will es versuchen. Ich will versuchen bewusster zu leben, intensiver, echter. Ich will mir des Augenblicks, der Einmaligkeit und der Einzigartigkeit einer jeden Situation bewusst werden. Glaubt ihr das wird mir gelingen? Ich bete zu Gott, dass es das tut!

calla | 20.05.07 | 22:36

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